Howling Night // The new story about love and destiny
Story
  Kapitel 9
 
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Als ich aufwachte, war es dunkel draußen. Es regnete immer noch. Im Kamin prasselte ein Feuer, doch außer mir war niemand da. Ich setzte mich auf und hielt meinen Kopf, der wehtat. War das alles nur ein Traum gewesen? Aber als ich Sams Sweatpullover auf dem Tisch liegen sah, wusste ich, dass es kein Traum war.
Meine Erinnerungen an den letzten Tag wurden noch einmal abgespult und entsetzt schlug ich meine Hände vor den Mund.
Sam und ich hatten uns geküsst. Es war das wundervollste, was ich jemals erlebt hatte. Aber danach war ich ausgerastet und hatte Sam angeschrien.
Oh Gott, was hatte ich mir nur dabei gedacht? Wie sollte ich ihm jemals wieder in die Augen sehen können?
Ein kalter Windstoß fegte herein, als die Tür geöffnet wurde. Ich wollte nicht hinsehen, aus Angst, es könnte Sam sein.
„Verdammt“, flüsterte ich, als mir klar wurde, dass ich Recht hatte. Sam setzte sich gegenüber von mir auf das Bett und sah mich einfach nur an.
Sein Blick war voller Mitgefühl und Traurigkeit. Es tat mir weh das zu sehen, denn ich hatte diese Gefühle in ihm wachgerüttelt.
Ich sah zur Seite. „Sam … Es tut mir Leid. Ich wollte nicht, dass das passiert, aber ich hatte mich nicht unter Kontrolle.“
Er nahm meine Hand und mein Herz schmerzte.
„Ist schon gut“, hauchte er. „Manchmal kann es passieren, dass man die Kontrolle über sich verliert. Sogar mir.“
Nun sah ich ihn doch an. „Das glaube ich dir nicht.“
Er seufzte. Dann rückte er näher zu mir.
„Hör zu, Amanda. Ich muss dir etwas sagen. Es ist wirklich unglaublich wichtig, dass du ruhig bleibst und mir aufmerksam zuhörst.“
Ich nickte. Du meine Güte, was kam denn jetzt? Aber Sam war es wohl wichtig, dass ich es wusste, was immer „es“ war. Ein wenig Angst hatte ich aber schon, denn Sam war anzusehen, dass er keine Worte fand. Nun ergriff ich meinerseits seine Hand.
„Was ist denn los? Du weißt, du kannst auf mich zählen.“
„Aber versprich mir, dass du nicht wegläufst. Ich kenne dich, du wirst mit dem Gedanken spielen. Aber bitte bleib hier.“
„Versprochen“, flüsterte ich.
Er atmete noch einmal tief durch und dann erzählte mir Sam seine unglaubliche Geschichte.
„Ich wurde in eine wohlhabende Familie hineingeboren. Mein Vater war ein angesehener Geschäftsmann in London und meine Mutter besaß ein Kleidergeschäft. Mein Vater wünschte sich natürlich, dass ich später seine Geschäfte einmal weiterführen sollte. Aber er setzte mich niemals unter Druck und somit übernahm ich sie im Alter von sechsundzwanzig Jahren, denn er war nun zu alt dafür. Er sagte immer, wie stolz er auf mich sei und das machte mich umso stolzer. Mein Leben war wirklich wunderbar, aber eines Tages passierte etwas, was alles veränderte.“
Ich konnte es nicht glauben. Sam hatte ein so schönes Leben geführt?
Allerdings hörte es sich von den Berufen seiner Eltern so an, als hätten sie in einer früheren Zeit gelebt.
Sam warf mir rasch einen nervösen Blick zu. Dann erzählte er weiter.
„Ich machte einen Sonntagsspaziergang durch den Wald und irgendetwas schien mich zu verfolgen. Immer wieder raschelte es in einem Busch oder ein Ast brach entzwei. Schließlich begann es auch noch zu regnen. Die Geräusche allerdings wurden immer lauter und ich umso nervöser. Ich hätte schwören können, dass ich sogar ein Knurren gehört habe.
Was danach geschah, habe ich kaum noch in Erinnerung. Ich weiß nur, dass ich von einem Wolf angefallen wurde und er mich in den Arm biss. Die Schmerzen, die ich tagelang aushalten musste, waren so unerträglich, dass ich mehrfach versuchte, mich umzubringen. Aber seltsamerweise lebte ich immer weiter, egal, was ich auch tat.“
Meine Hand, die immer noch Sams hielt, verkrampfte sich und Tränen stiegen in meine Augen. Als ich sprach, zitterte meine Stimme.
„Oh Sam … Warum hat dir denn niemand geholfen?“
Er schüttelte den Kopf. „Amanda, bitte lass die Geschichte nicht zu nahe an dein Herz. Ich will nur, dass du es weißt.“
Ich verstand nicht. Was sollte ich wissen?
„Einige Tage später wurde mir klar, was ich war und das konnte ich nicht ertragen. Also lief ich davon. Seither bin ich nicht mehr in London gewesen – seit 1738.
Ich …“
1738? Was erzählte mir Sam da? „Was …?“, hauchte ich.
„Amanda, ich bin ein Werwolf.“

 






Kommentare zu dieser Seite:
Kommentar von:08.01.2011 um 18:56 (UTC)
endless-passion
endless-passion
Offline

Weiter!!!
Ich hab schon soo lang gewartet, Dani jetzt mach endlich weiter ;P
Sonst komm ich höchstpersönlich zu dir nach Deutschland und setz dich an den Computer
so.
weiter!
xoxo

Kommentar von Laurey( ), 01.11.2010 um 09:19 (UTC):
das ist soo toll ♥
schreib schnell weiter!

Kommentar von Dani( ), 31.10.2010 um 15:48 (UTC):
Danke
Ich habe laaange überlegt, wie ich das gestalte. Es freut mich total, dass es dir gefällt
Nun sollten mir die nächsten Kapitel leicht von der Hand gehen ♥

Kommentar von freakiii-style( ), 29.10.2010 um 19:34 (UTC):
WOW!!! so hamma hab mich schon so lang drauf gefreut echt coool geworden!!!!



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